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Tourentipps in & um Berlin

#1 Ab ins Grüne!
Ein Tag am Müggelsee

Die beliebteste Route für eine wunderschöne Zeit im Trabant führt um den größten See in Berlin, den Müggelsee. Ideal für 2h - 4h, somit hat man ausreichend Zeit um die angefahren Punkte zu erkunden und dem Berliner Straßenverkehr zu entfliehen.   Der erste markante Wegpunkt ist das Stadion an der alten Försterei gegenüber vom Mellowpark (Europas größter BMX / Skateboardpark). Weiter geht es zum Spreetunnel (eröffnet 1927 / Baukosten 1 Million Reichsmark) mit der danebenliegenden Berliner Bürgerbräu Brauereri (außer Betrieb seit 2010). Anschließend geht es am Museum Wasserkraftwerk Friedrichshagen vorbei zum Pflichtstop am Parkplatz Strandbad Müggelsee. Ein perfekter Ausgangsort um den größten See Berlins zu erkunden (Tipp: Fisch-Borke). Die Weiterfahrt führt hinter die Stadtgrenze nach Erkner und durch Gosen. Hier wandelt sich die Kulisse und macht Platz für die weiten Waldstrecken. Auf diesen schattigen Alleen entfaltet der Trabant seinen vollen Charakter und die Landstraße wird zur Bühne für echte Entschleunigung.  Ein nächster Wegpunkt ist die Dorfkirche in Gosen mit einer originalen Dinse-Orgel aus dem Jahre 1914. Weiter geht es zum Parkplatz Rübezahl, hier kann eine Fährfahrt gestartet werden oder ein Kaffee in der Sonne genossen werden.  Der Rückweg führt schließlich durch das historische Köpenick, wo das barocke Wasserschloss eine majestätische Kulisse für einen kurzen Zwischenstopp bietet. Zwischen den gepflasterten Gassen der Altstadt und dem Zusammenfluss von Dahme und Spree zeigt sich Berlin von seiner wasserreichsten Seite, bevor die Tour wieder in Karlshorst endet. Reine Fahrzeit: ca. 50 km / 1h:15min​

#2 Berlin Klassik Tour!
Ikonen der Berliner Geschichte

Die Berlin-Klassik-Tour im Trabant führt Dich vom historischen Herz Ost-Berlins über die monumentalen Boulevards der DDR-Moderne bis an den westlichen Wendepunkt um die Siegessäule. Der erste markante Wegpunkt ist das ehemalige Hauptquartier des Ministeriums für Staatssicherheit in der Normannenstraße. Anschließend geht es über den Strausberger Platz direkt auf die ehemalige Stalinallee im "Zuckerbäckerstil". Die Allee führt vorbei am legendären Premierenkino Kino International und dem gegenüberliegenden Kaffee Moskau, dessen Dach das prägnante Modell des Sputnik-1-Satelliten ziert. Die Weiterfahrt steuert geradewegs auf den Alexanderplatz zu – vorbei am Fernsehturm, der Weltzeituhr und dem Haus des Lehrers. Über den Prachtboulevard Unter den Linden geht es am Berliner Dom und dem Humboldt Forum vorbei, das auf den Fundamenten des einstigen Palasts der Republik steht. Ein absoluter Höhepunkt ist die Annäherung an das Brandenburger Tor, das weltberühmte Symbol für die Teilung und Wiedervereinigung der Stadt. Nach der Umfahrung eröffnet sich die breite Achse der Straße des 17. Juni mitten durch den Tiergarten, an deren Ende die Siegessäule auf dem Großen Stern den westlichsten Punkt und die Wende der Tour markiert. Der Rückweg führt an der Spree entlang zur Mühlenstraße und der East Side Mall. Hier erstreckt sich die East Side Gallery – der 1,3 km lange, von internationalen Künstlern bemalt erhaltene Original-Mauerabschnitt und größtes Denkmal für den Aufbruch von 1989. Über die Stralauer Allee und die Rummelsburger Landstraße geht es schließlich zurück zum Rundfunkgelände der DDR (Kulinarischer Tipp: Pizza Zola) und weiter nach Karlshorst. Reine Fahrzeit: ca. 40 km / 1h:30min (ideal planbar für 3h – 4h inklusive Zwischenstopps)

#3 Plattenliebe
Venceremos, Kinder der DDR!

Die Tour "Plattenliebe" ist eine Hommage an meine Kindheit in Ost-Berlin. Sie führt Dich von Karlshorst aus tief in das Herz des DDR-Wohnkomplex Marzahn. Du lernst Berlin von seiner anderen, unbekannten Seite kennen, die nicht im Reiseführer steht. Der erste Wegpunkt führt Dich zur Splanemann-Siedlung in Friedrichsfelde. Sie ist die erste Plattenbausiedlung Deutschlands, erbaut zwischen 1926 und 1930 nach Plänen von Konrad Wachsmann. Weiter geht es über die Volkradstraße, mitten in den Wohnkomplex Hans-Loch-Viertel. Hier passiert die Tour seltene Vorläufer-Typen der Plattenbauweise wie die QP-Serie (Querwand-Platte aus den 1960er) sowie frühe P2-Bauten mit ihren charakteristischen innenliegenden Bädern und Loggien. In der benachbarten Franz-Mett-Straße steuerst Du direkt auf ein echtes Denkmal der DDR-Architekturgeschichte zu: den 11-geschossigen Riegel des Typs WBS 70 (Wohnungsbauserie 70). Hier entstanden ab 1971 die allerersten Prototypen dieser Baureihe, die zum absolut dominanten Standardtyp der DDR avancierte. Anschließend geht die Fahrt weiter nach Norden über den markanten Verkehrsknotenpunkt Allee der Kosmonauten Ecke Rhinstraße. Hier eröffnet sich das eindrucksvolle Panorama des Marzahner Wohnkomplex. Neben endlosen WBS-70-Fünfgeschössern prägen hier vor allem die imposanten WHH GT 18/21 das Straßenbild. Am Helene-Weigel-Platz bietet sich ein Halt an. Umrahmt von markanten WBS-70-Doppel-Hochhäusern, dem Rathaus Marzahn und der Volksschwimmhalle verkörpert dieser Platz das sozialistische Leitbild einer autarken Wohnstadt inklusive kompletter gesellschaftlicher Infrastruktur. Ein faszinierender Kontrast erwartet Dich wenige Minuten weiter an der Marzahner Mühle: Direkt am historischen Dorfanger von Alt-Marzahn trifft das ursprüngliche märkische Dorf unvermittelt auf die gigantische Wand aus M10 und WBS-70-Plattenbauten der umliegenden Großsiedlung. Den Höhepunkt markiert die Annäherung an den degewo-Skywalk in der Raoul-Wallenberg-Straße. Auf dem Dach eines WBS-70-Elfgeschossers bietet sich in 70 Metern Höhe ein spektakulärer Panoramablick über das größte zusammenhängende Plattenbaugebiet Deutschlands (Termin vorab reservieren). Anschließend kann im DDR Museum Depot ein weiterer Halt eingelegt werden. Über die Landsberger Allee und die Rhinstraße geht es schließlich vorbei an den P2-Punkthochhäusern am Tierpark und wieder zurück nach Karlshorst. Öffnungszeiten Skywalk (Termin vorab zwingend): Di: 10-11 / 11-12 Do: 14-15 /15-16 Sa: 10-11 / 11-12 DDR Museum Depot: Mo-Fr: 9-17 Reine Fahrzeit: ca. 30 km / 1h (ideal planbar für 2h – 3h inklusive Zwischenstopps)

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